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Aktuelles


Haushaltsrede 2026 UFW Kernen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Paulowitsch, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates, sehr geehrte Damen und Herren!

Der Haushalt 2026 steht und es liegt ein zufriedenstellendes Ergebnis vor. Zusammengefasst: Sinkende Einnahmen, steigende Ausgaben, wachsende Unsicherheiten. Ein Haushalt, der gerade noch das Gleichgewicht hält – aber keine großen Sprünge erlaubt.

Die Frage ist also nicht mehr:

  • Was würden wir gerne machen? Sondern weiterhin:
  • Was müssen wir tun – und was können wir uns noch leisten?
  • Und genau hier zeigt sich, ob eine Gemeinde nur verwaltet – oder gestaltet.


Kernen gestaltet – trotz Gegenwind

Denn eines ist klar: In Kernen wird nicht abgewartet – hier wird an der Zukunft gearbeitet. Die großen Projekte sind im Soll:
  • die Zusammenlegung der Kläranlagen
  • der Campus Haldenschule
  • die Entwicklung der Hangweide
  • neue Wohnbauprojekte wie in der Tulpenstraße
  • die Erweiterung des Gewerbegebiets Lange Äcker III
Das sind strategisch wichtige Projekte für die Zukunft unserer Gemeinde. Aber: Zukunft kostet – und fordert Prioritäten. All diese Projekte kosten Geld und binden Ressourcen. Deshalb wird es auch zukünftig entscheidend sein einen klaren Fokus zu behalten.

Auf der Hangweide werden einmal bis zu 1.500 Menschen wohnen. Daher braucht die Hangweide eine attraktive Mitte. Diese soll ein Anziehungspunkt für alle Bürger und Bürgerinnen Kernens sein. Die von der Gemeindeverwaltung präsentierte Lösung lautet: Mediathek beziehungsweise Bibliothek. Bei seinem lebendigen Vortrag über die Bibliothek konnte der Architekt Aat Vos viele Zuhörer überzeugen und begeistern.

Die UFW ist nicht grundsätzlich gegen eine Bibliothek, doch kritisieren wir, dass immer noch ein Gesamtkonzept fehlt. Nur im Zusammenspiel der einzelnen Elemente Bibliothek, Café, Coworking Spaces, evtl. auch ein Dorfladen, kann die Hangweide zum gewünschten Anziehungspunkt werden. Dabei hängt das eine mit dem anderen zusammen.

  • Welche Zielgruppe möchte man mit der Bibliothek ansprechen?
  • Wie sind die Öffnungszeiten?
Bei den Finanzen besteht noch Informationsbedarf. Die Verwaltung rechnet mit Kosten für die Einrichtung von 376.000 €. Diese Zahl ist nachvollziehbar. Bei den laufenden Kosten geht man von jährlich 170.000 € aus. Dieser Betrag beinhaltet die Miete für 650 qm Fläche, Betriebskosten für Heizung, Wasser, Strom, tägliche Reinigung und den abendlichen Schließdienst. Da stellt sich die Frage wie realistisch sind diese Zahlen. Wir gehen auf jeden Fall von höheren Kosten aus.

Die bisherigen Planungen sehen vor, dass diese Kosten im vollen Umfang von der Gemeinde zu tragen sind. Da es sich jedoch um die Mitte des Quartiers Hangweide handelt, muss nach unserer Auffassung auch ein ansehnlicher Teil der von der Dorfgemeinschaft übernommen werden. Denkbar ist Erlöse von den beiden Mobility Hubs heranzuziehen. Hier erwarten wir zeitnah, vor einem definitiven Beschluss des Gemeinderates, klare Aussagen von der Gemeindeverwaltung.

Ein weiterer Aspekt auf den ich hinweisen möchte: Die Bibliothek ist eine für Jahrzehnte ausgelegte Infrastrukturmaßnahme. Daher ist es nach einhelliger Auffassung der UFW-Fraktion ein Fehler die Räumlichkeiten nur anzumieten und die Immobilie nicht selbst zu bauen!

Eine agile Verwaltung

In der Verwaltung unserer Gemeinde gilt: Effizienz ist Pflicht. Die Reorganisation und Digitalisierung der Verwaltung sind wichtige Schritte. Effizienz spart Geld und verbessert den Service. Wir haben diesen Prozess in der Verwaltung wohlwollend begleitet und sind überzeugt, dass hier Maßnahmen ergriffen wurden, die kurz- und mittelfristig einen spürbar positiven Effekt auf die Kostenstruktur und die Servicequalität der Gemeindeverwaltung haben werden. Überbordende Bürokratie bleibt aber ein strukturelles Problem. Viele Hürden entstehen durch Vorgaben von Land und Bund. Hier braucht es jetzt dringend die angekündigten Entlastungen.

Blick nach vorne: Kosten im Griff – Einnahmen im Blick

Sparen allein wird jedoch nicht reichen. Wir müssen auch die Einnahmenseite stärken. Die Antwort liegt nicht in höheren Belastungen für die Bürger, sondern ganz besonders in einer cleveren wirtschaftlichen Entwicklung.

Mit dem Gewerbegebiet Lange Äcker III haben wir eine große Chance:
  • Mehr Gewerbesteuereinnahmen
  • Mehr Arbeitsplätze
  • Mehr wirtschaftliche Stabilität
Da Gewerbeflächen in Kernen rar sind, ist es besonders wichtig Unternehmen mit langfristiger Perspektive und wirtschaftlicher Stärke anzusiedeln. Wir raten dringend davon ab übereilt Grundstücke zu verkaufen, um kurzfristig Kasse zu machen. Vielmehr muss hier in der Bewertungskommission darauf geachtet werden die richtigen Unternehmen auszuwählen oder gegebenenfalls gezielt auf die Suche nach geeigneten Gewerbebetrieben zu gehen. Wir als UFW werden uns hier besonders einsetzen.

Die UfW – unsere Themen

Vor dem Hintergrund sparen zu müssen, hatten sich die Fraktionen darauf verständigt keine oder nur sehr wenige haushaltswirksame Anträge zu stellen. Angeregt aus der Bürgerschaft, hatten wir beantragt Hundewiesen in beiden Ortsteilen einzurichten, damit Hunde im geschützten Raum nach Herzenslust spielen und toben können. Um dies zu realisieren, genügt ein eingezäuntes Gelände, eine Bank und ein Papierkorb. Das lässt sich ohne großen Aufwand und wenig Geld umsetzen. Außerdem sind noch Themen aus den vergangenen Jahren offen, die wir nicht vergessen haben und die wir weiterhin voranbringen werden:
  • „Gut älter werden in Kernen“: Hier ist es für uns wichtig aus der Konzeptphase konkrete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen.
  • Die Entwicklung des Gebäudebestandes der Gemeinde Kernen. Besonders beim Sängerheim und der ehem. Weinstube Idler in Stetten werden wir nicht lockerlassen.
  • Vor einem Jahr hat der Gemeinderat beschlossen eine Verkehrskommission mit Vertretern des Gemeinderates, der Verwaltung und sachkundigen Bürgern zu bilden. Dies wurde leider bisher noch nicht umgesetzt. Wir erwarten, dass die Kommission zeitnah einberufen und ihre Arbeit zum Thema Verkehr in Kernen aufnehmen wird.
Bei diesen für unsere Bürgerinnen und Bürgern wichtigen Themen werden wir weiter dranbleiben und darauf schauen, dass diese Projekte nicht vergessen und auch mit den knappen Mitteln vorangebracht werden. Zur der sehr guten Lebensqualität in Kernen tragen unsere Vereine und ehrenamtlichen Organisationen bei. Daher danken wir den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich für Alt und Jung, Freizeit und Kultur engagieren und so unser Zusammenleben in Kernen maßgeblich bereichern. Die gute und konstruktive Gremienarbeit in diesem Gemeinderat ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, dass sich Kernen weiterhin positiv entwickelt. Dafür danken wir Ihnen Herr Paulowitsch, der Verwaltung und allen Gemeinderatskolleginnen und Gemeinderatskollegen.

UFW-Fraktion Kernen Christoph Kern, Hans Dietzel, Martin Weiß, Erich Ehrlich (26.03.2026)

Läuft alles im Straßenverkehr in Kernen?

Auch während dem Wahlkampfs zur Landtagswahl haben wir von der UFW unsere kommunalpolitische Arbeit fortgesetzt. Wir haben mit interessierten Bürgern in Stetten und Rommelshausen eine kleine Verkehrsschau durchgeführt. Dabei sind uns einige verbesserungswürdige Punkte aufgefallen. Daraus haben wir konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet, um den Verkehrsfluss sicherer und angenehmer zu gestalten, für Fußgänger, Rad- und Autofahrer. So geht es zum Beispiel um sichere Schulwege, parkende Autos die in Einmündungen die Sicht versperren und einen geeigneten Fahrradweg zum Bahnhof Rommelshausen. Diese Hinweise haben wir an die Gemeindeverwaltung weiter geleitetet, damit die vom Gemeinderat beschlossene Verkehrskommission sich mit diesen Verkehrsproblemen befassen kann. Die Verkehrskommission besteht aus Vertretern des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung und interessierten Bürgern und wird erstmals im April tagen.

Selbstverständlich beschränken sich unsere Aktivitäten nicht nur auf dieses Themenfeld. Um auch künftig wichtige kommunale Anliegen zu bearbeiten, zu analysieren und konstruktive Lösungen zu entwickeln, suchen wir weitere engagierte Mitglieder für die UFW. Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?

 Schreiben Sie uns an: info@ufw-kernen.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, unsere Gemeinde noch lebenswerter, sicherer und attraktiver zu gestalten.

Stephan Blankenhagen (18.03.2026)

Die Handlungsfelder der UFW Kernen

Arbeitsfeld Familie, Bildung, Soziales
Arbeitsfeld Bauen, Wohnen, Städtebau
Arbeitsfeld Klima, Natur, Umwelt
Arbeitsfeld Wirtschaft, Handwerk, Landwirtschaft

Ihre Vertreter im Gemeinderat

In der Fraktion der UfW sind nach der Wahl 2024 (von links nach rechts) Hans Dietzel, Martin Weiß, Christoph Kern, Erich Ehrlich

Als unabhängige freie Wähler in Kernen konzentrieren wir uns auf kommunalpolitische Themen. Wir setzen Aktenze und bringen wichtige Anregungen in die Gemeindepolitik ein. Wir setzen uns für die Belange der Menschen im Ort engagiert ein.

▶ Gemeinderatsfraktion